Rassen im Wandel


Vor 40 Jahren und heute

Unseren 1976 eingetragenen Züchternamen bei der SKG
T E U F E L C H E N
haben wir durch das Zusammentreffen der Oststaaten mit der FCI 2001 dann von uns aus gerne geändert auf
" M A L L Y S TEUFELCHEN ".
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MALTESER:
Obschon wir seit zwei Jahren kein Malteserchen mehr haben, kann ich nur das Beste über diese Rasse sagen.
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CHINESE CRESTED DOGS:
Diese Rasse wird in der SKG vom Schweizerischen Zwerghundeclub betreut.
Wir hatten das grosse Glück, dank eines Richters und zugleich damals bekannten Yorkshire Terrier Züchters in Deutschland unsere allererste Hairless Stammhündin "Precious" 1986 aus England zu bekommen.
Sie hatte in England bereits Puppy-Siege gehabt. Zu jener Zeit entsprach sie in "höchstem Masse" dem Standard, sie hatte kein einziges Haar am Körper. Hautfarbe fast schwarz mit zweifarbigem schwarz-weissem Schopf und schwarz-weisser Rutenbehaarung. Ihr Scherengebiss war für damalige Anforderungen hervorragend. Sie hatte bei uns dann in der Schweiz (Tierspital UNI Zürich) sämtliche möglichen Augentests und Gesundheitstests bestanden. Precious gewann mit einer Ausnahme sämtliche Shows, meist mit BOB. Die Rasse war damals an einer SHOW in Monte Carlo so selten, dass ich ans Mikrofon gerufen wurde und erklären musste, dass das wirklich ein "Hund" ist. Precious sah wirklich sehr speziell aus, zudem konnte sie, wenn sie aufmerksam war, Ihren Haarschopf "hochstellen". Das habe ich später niemals mehr bei einem Hairless gesehen. Sie hatte allerdings auch keine Wallemähne, sondern sehr feines und dichtes langes meist eben hochstehendes Haar.
Wir gehörten auch zu den ersten "westlichen Züchtern", welche Welpen nach Ost-Europa zu neuen Züchtern mit dem Auto brachten.
Precious und später ihre Tochter D'Aennouschka sowie Blackberry (Besitz Fam. Meier) und Batida (Besitz J. Grünn) hatten wunderschöne gesunde Würfe.
Und selbstverständlich brachten wir - zusammen mit den Yorkshire Terriern anlässlich des Besuchs der Westminster Shows auch Chinese Crested Junghunde damals in die USA. Wir hatten wirklich das grosse Los gezogen mit dieser ersten Importhündin. Passende gesunde getestete Deckrüden gabs damals allerdings nur zwei, ein Import-Rüde aus den USA war in Stuttgart (Besitzer J Grünn) und der andere war in Hamburg (bei Joachim Weinberg).
Jahre später erst mit den USA-Importen zum Beispiel von Jürgen Grünn und weiteren europäischen Züchtern 1990 kamen etliche neue Züchter in Europa hinzu.
Man kannte sich, viele davon vom FCI/DYC Yorkshire Terrier-Club. Ungefähr 1990 kamen die Steh-Ohren bei den PPs hierzulande immer mehr im Ring in Mode - denn die Powder Puff USA-Importhunde hatten ja alle Steh-Ohren. (USA Standard)
Bis dahin hatten unsere Langhaar-Powder Puffs alle Hängeohren. In damaligen Powder Puff Beschrieben hiess der PP oft Mini-Afghan.
Heute lacht man über diese Bezeichnung - die auch so nicht mehr stimmt mit den Steh-Ohren.

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YORKSHIRE TERRIER
Wir - ein sehr kleiner Züchterkreis - gehörten in den 80er schon zu den Schweizer Züchtern, die schon damals die Yorkshire Terrier freiwillig auf verschiedenste Krankheiten, besonders PL (Kniescheibenluxation) untersuchen liessen. Inspiriert wurden wir vom FCI/DYC, obschon das im DYC ja freiweillig war. Alles was ich über Yorkshire Terrier weiss, habe ich von den deutschen Spezial-Richtern (Jürgen Grünn und
Armin Kriechbaumer) gelernt.

Bereits seit 1993 sind im SZC Schweizerischen Zwerghundeclub Gesundheitskontrollen obligatorisch. Die Zuchttauglichkeitsprüfungen schreibt der Zwerghundeclub etliche Male im Jahr aus und diese beinhaltet zusätzlich zum Gesundeitsattest vor der Ankörung einen Wesenstest.
Wir züchten seit 1993 nur mit Hunden, welchen zweimal die PL Prüfung mit 0/0 bestanden haben.

In die USA brachten wir zwei erwachsene Yorkshire Terrier-Rüden persönlich, verbanden das natürlich mit dem Besuch der Westminstershow, die jeweils im Februar stattfindet.
Die Westminstershow ist für uns in Europa als Züchter ein informatives spannendes Ereignis. Man sieht viel Neues.
Vor allem das Vorführen an absolut lockerer Leine - stehend - ist beeindruckend und ich kann nur hoffen, dass das auch in Europa endlich gemacht wird.

Ich liebe gepflegte wunderschöne Yorkshire Terrier.
Unverständlich ist für mich, wieso aber vom Osten her es Mode wird, dass man die langen Rutenhaare komplett kürzt. Und wieso man plötzlich die Rutenhaltung der Yorkshire Terrier stark über den Rücken getragen möchte. Und wieso es plötzlich soviele Champions mit schwarzgrauen Köpfen gibt. Schade.

Bitte Richter schaut in den FCI-Standard:
Der erwachsene Yorkshire Terrier muss ein 3-fach schattiertes Tan haben, das Körperhaar muss dunkel stahlblau glänzend sein.
Die Rute wird hoch getragen - aber doch nicht auf den Rücken gerollt mit kurz geschorenem Haar.
In der Jugendklasse ist das 3-fach schattierte Tan nur für den erfahrenen Richter schon sichtbar, da es noch sehr grau-weiss scheint.

Der FCI-Standard gibt Auskunft.
Wandel ist okay - aber doch nicht so abweichend wie beim Yorkshire Terrier.

Rassen im Wandel der Zeit - er findet wirklich bei allen Rassen statt.
Ob zum Vorteil?